Intuition, Bauchgefühl oder doch Kopf?

Bestimmt kennt ihr das alle, ihr steht vor einer Entscheidung ganz egal wie groß/klein oder wichtig sie ist und wisst nicht so recht wie ihr euch entscheiden sollt. Vielleicht steht aber auch gar keine Entscheidung an, ihr spürt einfach nur igendwas passt gerade nicht, irgendwie fliesst es nicht so, wie ihr es euch wünschen würdet, aber was ändern? Auf was hören: den Bauch, die Intuition oder doch den Kopf? Oft stehen so viele Möglichkeiten zur Auswahl, dass es einen regelrecht überfordert, das im Moment Passende zu finden. Und obwohl es ab und an eventuell verwirrend und nicht lösbar erscheint, glaube ich, es gibt einen einfachen Weg. Sicher nicht immer aber immer öfter.

Was machen, wenn die reine Bauchentscheidung das eine und der Kopf was anderes sagt? Was, wenn ich einfach nicht so recht spüre, was mir gerade helfen würde?

Ich möchte euch meinen Ansatz der Lösung anhand eines Beispiels verdeutlichen:

Vor ein paar Monaten habe ich begonnen zu joggen, ja zu joggen, ich muss mir das selbst immer wieder sagen, denn ich glaube es manchmal noch nicht. ICH JOGGE! Hätte man mir vor einem Jahr erzählt, dass ich ein paar Monate später gerne regelmäßig meine Joggingschuhe anziehe und laufen gehe, hätte ich das für absolut unmöglich gehalten, denn bis vor noch nicht allzu langer Zeit hasste ich es zu joggen. Egal darum geht es ja nicht.

Also ich jogge, das klappt mal besser und mal schlechter. In den letzten paar Wochen bekam ich immer wieder Seitenstechen. Manchmal kommt es ganz plötzlich und an anderen Tagen spüre ich, wie es sich so langsam aufbaut. Anfangs war ich extrem frustriert und ärgerlich auf meinen Körper. Ich weiß natürlich, dass alle Jogging Experten, die das hier lesen uns jetzt genau erklären könnten, wie es zu einem Seitenstechen kommt etc, aber das ist nicht der Punkt. Ich entschied mich dafür dieses Thema nicht zu googeln und niemanden zu fragen (ich habe es bis heute nicht gegoogelt und jeder Experte möge mir verzeihen, wenn ich nicht sportmedizinisch genauer auf dieses Thema eingehe) Ich entschied mich also dagegen das Problem rein mit dem Kopf anzugehen und hörte vorerst auf meinen Bauch/Körper. Dieser meldete sich ganz von selbst und gab mir den Instinkt langsamer zu machen. Aber jetzt kommt die Entscheidungshilfe, auf die ich hinaus möchte.


Wechselt die Perspektive

Ich begann meine Perspektive zu wechseln, weg vom Kopf, weg vom Bauch hin zum Herz. Betrachte ich das Problem aus der Sicht der Selbstfürsorge/Selbstliebe ändert sich plötzlich alles! Wenn ich mich frage, inwieweit dient mir diese Situation? Was kann ich machen, was mir guttun würde? Dann entscheide ich mich für mich und forme somit meine Intuition, auch künftig intuitiv Entscheidungen oder Verhaltensweisen in mein Leben zu lassen, die in erster Linie auf mein Wohl aus sind.


Das wollte ich erforschen und bemerkte mein Seitenstechen taucht immer dann auf, wenn ich nicht in dem Tempo laufe, das an dem jeweiligen Tag zu mir passt, wenn ich zu verkrampft eine bestimmte Geschwindigkeit von mir erwarte oder ich noch so angespannt vom Tag bin, dass ich zu flach atme, meinem Körper nicht die Möglichkeit gebe mich mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. So lernte ich, dass es an manchen Tagen besser ist zu spazieren, statt zu joggen, während ich an anderen Tagen meine Strecke verlängern kann. Oder spürte ich, dass ich zwischendurch, wenn ich zu sehr verkrampfe besser eine Dehnpause einlege. Wir sind beeinflusst von Hormonen, Beziehungen, Emotionen, Ernährung, Schlaf, Stress, Jahreszeiten, etc. all das bekam von mir überhaupt keine Beachtung. Interessant war auch, dass sich mein Gefühl für was ich gerade brauche, verbesserte und ich konnte spüren, dass eben nicht jeder Tag gleich ist, ich bin nicht jeden Tag gleich. Ich habe unterschiedliche Bedürfnisse. Und auf die, kann ich durch selbstliebende Intuition besser eingehen und mehr auf mich hören. Das ist doch die beste Entscheidung. Entscheide dich für dich.


Her mit der liebevollen Intuition !

Ich möchte euch an eure Intuition, eure Stimme des Herzens erinnern, fragt euch gerne das nächste Mal: In wieweit dient mir diese Entscheidung? Was würde mir gut tun?

Wechselt die Perspektive in eure eigene wohlwollende Mama oder Papa und lasst das Herz sprechen. Schliesst die Augen und fühlt in die Situation hinein. Genau das ist auch Ziel unseres Bliss Trainings. Wieder zu uns zu finden, uns Zeit zu nehmen und unserer liebevollen Intuition eine Stimme zu geben.

Habt viel Spaß beim Erforschen und dabei auf euer Herz zu hören


Eure Linda

18 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Yes, no, maybe?