THANK YOU

Ich habe mir für heute vorgenommen mich mit einer schönen Tasse Kaffee auf die Couch zu setzen und an meinem neuen Blogeintrag für euch zu arbeiten. Schön romantisch und positiv. So und nun sitz ich hier auf meiner Couch im Wohnzimmer und möchte loslegen, aber irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt, denn nach dankbar sein ist mir heute eigentlich nicht ganz so zu Mute.

Ich fühl mich gerade eher angespannt, unsicher, wütend und so gar nicht nach dankbar sein.

Heute wurde beschlossen, dass wir auch weiterhin beide Tanzschulen geschlossen halten müssen und im Dezember nicht in den Tanzsaal zurückkehren können. Puh! Es ist bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass wir auf unbestimmte Zeit auf staatliche Anordnung hin schließen müssen. Und es fühlt sich Sch…….. an !

Als wir dieses Jahr das erste Mal schließen mussten war da noch Motivation und Stärke, Kreativität und Ideen aber mit der zweiten Schliessung habe ich echt zu kämpfen, nicht nur in finanzieller Hinsicht als Selbständige mit zwei Tanzschulen, sondern auch mental. Mir fehlt meine Arbeit, mir fehlen die Tanzschüler, mein Alltag, die besondere Atmosphäre, die in einer Tanzstunde herrscht, wenn wir gemeinsam das tun was wir leidenschaftlich gern machen. Ja es gibt online Unterricht, aber es ist nicht dasselbe. Und irgendwie ist da gerade weniger Energie in mir als gedacht. Mir fällt es schwer die neue Situation anzunehmen, wie sie ist. Ich kämpfe noch dagegen an innerlich und äusserlich, in dem ich mich beschwere, jammere und mich in diesem Sumpf zunehmend verliere.


Aber wenn ich eines in den letzten Jahren mit und von der Dankbarkeit gelernt habe, dann dass ich es in der Hand habe. Ich habe nicht der in der Hand die Situation mit Corona zu verändern, ich habe nicht in der Hand die staatlichen Vorgaben zu verändern, aber ich habe in der Hand, wie ich damit umgehe. Für was entscheide ich mich: weiterhin im Ärger der Frustration zu bleiben oder meine Energie darauf zu lenken, wie mir diese Situation dienen kann? Ich stell mir also die Frage für was bin ich in dieser Situation, die mich ärgert und wütend macht, dankbar? Finde ich trotzdem etwas für das ich dankbar sein kann?


Es dauert ein bisschen bis mir was einfällt, aber plötzlich wird es immer mehr.

- Ich bin dankbar, dass es durch online Angebote möglich ist weiterhin den Kontakt zu meinen Tanzschülern zu halten

- Die Erfahrung dankbar zu sehen, dass wir Tanzfamilien haben, die uns weiterhin unterstützen, dass Menschen zusammenhalten

- Dankbar in einem Land zu leben, in dem ich trotzdem weiterhin ein Dach über dem Kopf habe und zu essen

- Dankbar die Vorweihnachtszeit nun ohne Weihnachtstress zu erleben

- Dankbar mehr Zeit mit meinem Mann verbringen zu können, weil die Fahrtwege zur Arbeit wegfallen.

Und es wir immer mehr umso länger ich überlege. Es bedeutet natürlich nicht, dass alle negativen Gefühle wie auf Knopfdruck verschwinden, aber es ändert meine Perspektive. Und eigentlich zeigt sich das Leben, unser Potential und wir selbst uns doch auch meist in den Situationen, die nicht so klappen. Oder nicht? Dort können wir wachsen und verändern. Sicher wird es die nächsten Woche Tage geben, an denen das mit der Dankbarkeit besser klappt und dann wieder schlechter. Es bleibt ein Lernen und ein Auf und Ab und doch bietet mir der Perspektivwechsel hin zur Dankbarkeit die Möglichkeit mich anders zu entscheiden.


Möchte ich weiterhin im Ärger verweilen und meine Energie daraufhin verschwenden oder eher das sehen, was die Situation Gutes mit sich bringt. Es ist und bleibt unsere Entscheidung.


Mir hilft und gefällt auch die Vorstellung, dass es für alles, naja vielleicht nicht für alles alles, aber für das meiste einen Grund gibt, warum es passiert. Dinge und Situationen passieren nicht ohne, dass sie uns etwas lehren möchten. Noch nie war mir so bewusst was für ein Geschenk meine Arbeit ist, wie gerne ich arbeite. Noch nie habe ich das so zu schätzen gewusst wie jetzt. Und wie sehr freue ich mich darauf wieder im Tanzsaal zu stehen. Wir haben es in der Hand. Choose wisly (manche Sachen hören sich auf Englisch einfach besser an)


Das erste Mal habe ich mich mit Dankbarkeit beschäftigt als ich begann ein 5 Minuten Tagebuch in meinen Alltag zu integrieren. Ich bekam es geschenkt und habe vor ca 2 Jahren damit begonnen jeden Tag drei Dinge zu nennen für die ich dankbar bin. Dann erfuhr ich mehr über das Thema durch die amerikanische Influencerin Rachel Hollis, sie ging noch einen Schritt weiter und von ihr stammt folgender Satz der mich seither begleitet:


„Man kann nicht Angst und Dankbarkeit zugleich empfinden.“


Mittlerweile kann ich ihr recht geben. Durch Training und immer wieder in die Dankbarkeit gehen ist sie auch mein Werkzeug geworden gegen die Angst, gegen das Versumpfen in unangenehmen Gefühlen.


Von Herzen wünsche ich mir diese Erfahrung auch für dich und hoffe der Beitrag konnte dich dazu bewegen mehr Dankbarkeit in dein Leben zu lassen.


Wie kannst du das tun?

- Nimm dir ein kleines Notizbuch und schreibe jeden Tag drei Dinge auf für die du dankbar bist

- Ärgerst du dich, bist du ängstlich oder angespannt denk an etwas für du dankbar bist trotz des Ärgers und der Angst

- Trainier deine Gedanken durch Meditation, lenk dich zur Dankbarkeit

Probiere gerne auch unsere Dankbarkeitsmeditation auf Instagram (IGTV) oder YouTube (Follow Bliss) aus.


Ich bin dankbar dafür, dass du diese Zeilen gelesen hast und wir die Möglichkeit haben so unsere Erfahrung und unser Wissen zu teilen.


In Verbundenheit


Eure Linda

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