Yes, no, maybe?

Aus gegebenem Anlass nehme ich euch heute mit in meine wichtigsten Erkenntnisse über

den Weg große Entscheidungen zu fällen, die viel Veränderung mit sich bringen.

Ob heiraten, zusammenziehen, eine Beziehung eingehen oder beenden, sich selbständig machen oder den Job zu wechseln, ein Haus zu kaufen oder umzuziehen- alles Entscheidungen, die jeder bereits erlebt hat, nicht jeden Tag aber im Laufe eines Lebens immer mal wieder. Weggabelungen, die die Richtung im Leben verändern können und einen Neustart beinhalten. Das kann einen beflügeln aber auch beängstigen. Heute möchte ich euch ein wenig in meine Herangehensweise an solche großen Entscheidungen entführen.

Tatsächlich stehe ich gerade wieder vor einem möglichen Neustart. Eigentlich sogar vor zwei neuen Möglichkeiten, die mein berufliches Leben für eine lange Zeit, wenn nicht sogar für immer maßgeblich verändern werden. Da bleiben schlaflose Nächte, Grübeln und viele Gespräche führen natürlich nicht aus, aber was kann mir in so einer Phase im Leben helfen die passende Wahl zu treffen?


Hier meine kleinen Entscheidungshelfer, die mich gerade begleiten:


1. Es gibt kein richtig und kein falsch

Dies durfte ich vor ein paar Jahren von einer tollen Therapeutin lernen. Es gibt im Leben keine richtige und keine falsche Entscheidung. Entscheidungen bringen Konsequenzen mit sich ja, aber sie sind nicht richtig oder falsch. Wir dürfen uns von diesem schwarz und weiß denken komplett verabschieden. Es gibt so viele Facetten, die dazwischen liegen im Leben, zwischen ja oder nein. Es geht vielmehr darum nicht die richtige oder falsche Entscheidung zu treffen, sondern die, die im Moment gerade am besten zu mir und meinem gewünschten Leben passt. Die wenigsten Sachen im Leben sind absolut für immer. Wenn also meine Entscheidung Konsequenzen mit sich bringt, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zu mir passen, dann lassen sich diese verändern oder umformen. Alles ist immer im Wandel, das wenigste bleibt für immer, wie es ist, ohne sich zu verändern. Du darfst dich also von der Angst befreien, du würdest eventuell eine falsche Entscheidung treffen. Die gibt es faktisch nicht. Wenn es sich jetzt für dich gut anfühlt, dann geh diesem Gefühl nach.

Das bringt mich zu meinem zweiten Tipp:


2. Wie fühlt es sich an, wenn du es dir vorstellst

Eine Übung, die ich in solch einer Lebensphase vermehrt mache ist die Visualisierung vor meinem eigenen Auge. Ich spiele Kino mit mir selbst sozusagen und stelle mir vor, wie es ein wird, wenn ich die eine oder die andere Entscheidung treffe. Ich stelle mir Situationen der jeweiligen Optionen vor. Wie fühlt es sich an? Wie sieht es aus? Wie sehe ich aus? Glücklich? Was wünsche ich mir von der jeweiligen Option?

Fühlt es sich gut an? Unsere Intuition ist unsere größte Stärke und belügt uns nie. Wir können fühlen zu welcher Entscheidung es uns am meisten zieht. Also hör auf deine Intuition, sie leitet dich zu deiner Bestimmung. Klar schleichen sich auch bei mir immer wieder Zweifel ein, die ich nicht übergehe und mich blindlinks ins Risiko stürze. Aber es ist wichtig zuerst auf deine Intuition zu vertrauen und erstmal losgelöst von allen Zweifeln zu fühlen. Erst als zweiten Schritt zu differenzieren welche Zweifel lassen sich durch Gespräche, Vereinbarungen, Verträge und so weiter möglicherweise beheben. Und welche Zweifel sind wirklich meine Zweifel oder Zweifel, die ich unterbewusst von anderen übernommen habe.


Dies bringt mich zu meinem dritten Punkt:


3. Gespräche führen

Ich finde es sehr wichtig mit anderen, vertrauten Personen über seine Vorhaben zu sprechen und zu diskutieren, um auch andere Blickwinkel mit einzubeziehen, manchmal wird einem auch etwas erst so richtig bewusst, wenn man darüber spricht. Und trotzdem ist es meines Erachtens nach wichtig zu differenzieren. Welche Ansichten, Zweifel und Meinungen anderer möchte ich zu meinen machen, weil sie mir nutzen und dienen und welche Zweifel, Ansichten und Meinungen dürfen die der anderen bleiben. Nicht alle, egal wie gut gemeinten Ratschläge, haben das Recht darauf mir Angst zu machen. Denn jeder sieht das Leben durch seine Brille. Suche ich Rat zu einer Ehe bei jemandem, der noch nie verheiratet war oder möchte ich mich selbständig machen und höre auf einen Freund, der Zeit seines Lebens noch nie selbständig war. Gut filtern, was ist es Wert verfolgt zu werden und welche Bedenken und Ängste sind nicht meine. Denn eins ist wichtig es geht um dein Leben, um dich.


Hier mein letzter Punkt, der dich hoffentlich unterstützen kann:


4. Respekt zeigen aber keine Angst

Eine Erkenntnis, die ich auch erst jetzt erfahren durfte. Wir brauchen keine Angst davor haben Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Respekt vor großen Veränderungen ja aber keine Angst. Ich respektiere mein Leben und mich und möchte mir und meinem Weg etwas Gutes, aber ich brauche keine Angst zu haben meiner Intuition zu folgen. Wir sind dabei nie allein. Ich persönlich glaube daran, dass wir uns unser Leben lang auf dem Weg zu unserer Berufung, Dharma, wie auch immer man es bezeichnen möchte, befinden. Alles was wir erleben dürfen führt uns schlussendlich näher zu uns selbst. Jeder hat als Teil des Universums seine ganz eigene Aufgabe meiner Ansicht nach, sowie es meine ist anderen Menschen die Welt des Tanzens zu zeigen. Um dieses Vertrauen zu stärken, dass es da einen Plan für mich gibt, der möglicherweise viel größer ist, wie ich es mir gerade vorstellen kann, habe ich ein Mantra für mich entdeckt, welches ich mir täglich immer wieder sage. Vielleicht kann es euch ja genauso begleiten wie mich:


Ich vertraue meinem Weg und umarme und akzeptiere den Prozess, den er mit sich bringt.


In diesem Sinne

Von Herzen


Eure Linda

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